Beispieltexte Trennung

Hierunter findest Du eine Auswahl meiner Texte zum Thema Trennung, Beziehungsstress und Herzschmerz

Black and White

Ich will wieder in Farbe leben.

Denn ich sterbe gerade in Schwarz-Weiß. Allein und in einer Welt voller Menschen, in der Rosen Trauer tragen. In einem leuchtenden Grau, das unsichtbar bleibt.

Es gab so schöne Momente mit dir.

In denen wir malten mit den Farben der Unendlichkeit.

Und in denen selbst die Zeit vor Freude weinte.

Weil aus dem Schwarz unserer Vergangenheit Farben geboren wurden, die mein Herz wirklich erreichten und wirklich erfüllten.

Wenn wir gemeinsam auf der Leinwand einer Zukunft malten.

Und mit dem Pinsel der Bedingungslosigkeit.

In Farben, die vielleicht zu schön waren für dieses Leben.

Weil die Liebe nicht an ihre Wahrheit glaubte.

Und weil Sterne sterben, wenn ihr Licht am hellsten ist. Ich wäre wirklich gestorben für dich, nur damit du deine Farben behalten kannst. Und jetzt brenne ich in Grau wie die Rosen.

Auf meiner Irrfahrt durch die Dämmerung des Sinn meines Lebens.
Auf meiner Suche nach dem Sonnenaufgang, der den Himmel wieder blau macht und die Sehnsucht wieder warm.

Ich will wieder in Farbe leben.

Und in mehr als in Nuancen von Grau.

Schatten im Blick

Ich dachte, wir haben uns getrennt.

Warum bist du dann noch in meinem Kopf?
Und warum blockierst du jeden Notausgang meiner Seele?

Es gibt keinen Platz mehr hier für dich.

Oder den sollte es nicht geben. Also verpiss dich und nimm mit, was von dir geblieben ist.

Die Fotos in meinem Kopf von dir und all unsere Momente und Erinnerungen. Und wenn du kannst auch die Narben, die du dort hinterlassen hast.

Aber lass mich raten, das kannst du nicht.Genau so wenig, wie du mich verstehen konntest.

Oder lieben.

Und falls es dich das erste Mal im Leben interessiert, wie es mir geht. Weil dir langweilig ist.

Dann geh von einer klaffenden Wunde aus.

Tief in meinem Herz. Als du zum Abschied dort deinen Namen hineingeschnitten hast.

Mit einem verfickten Brotmesser.

Häng mein Herz in deine Trophäen Kammer. Denn du hast es gejagt.

Und du hast es getötet.

Liebeskummer

Ich vermisse uns.
Und ich vermisse, wer ich mit dir war.

Ich vermisse unseren Kaffee am Morgen und das tägliche, kurze, schlaftrunkene Gespräch.

Ich vermisse dir zu schreiben, meistens sinnloses Zeug.

Was so passiert ist, oder einfach nur fragen, wie es dir geht.
Oder eine Nachricht von dir.
Oft nur ein Herz oder ein Smiley.

Damals belanglos.

Aber was würde ich jetzt dafür geben.

Meine Tage sind nicht mehr, wie sie waren. Auch wenn es nichts zu tun gab, waren sie immer erfüllt.

Nun gibt es viel zu tun, aber meine Tage sind leer.

Ich vermisse dir den letzten Kuss vor dem Schlafengehen zu geben. Oder deine Hand mitten in der Nacht von meinem Gesicht zu nehmen.

Jetzt ist das nur das zweite Kopfkissen, was mich kalt anstarrt.

Befreiungssschlag

Du hast mir alles genommen, was man einem Menschen nehmen kann.

Meine Würde, meinen Mut und meine Liebe.

Und als ich am Boden lag und immer noch an uns geglaubt habe, hast Du mit Steinen nach mir geworfen, statt mir hoch zu helfen. Ich bin für Dich durch die sieben Feuer der Hölle gegangen und habe dabei alles getragen, was Du mir mitgegeben hast.

Wenn ich Zuneigung brauchte, gabst Du mir Kälte.
Wenn ich Hilfe brauchte, hast Du über mich gelacht.
Wenn ich einen Zuhörer brauchte, hast nur Du geredet.
Als ich Liebe brauchte, gabst Du mir Verachtung.
Und als ich Dich am nötigsten gebraucht habe, hast Du mich einsam zurückgelassen.

Du hast mein Leben in ein Trümmerfeld verwandelt und meine Welt liegt in Scherben.

Du hast meine Seele für lange Zeit beschädigt und ich werde nicht ohne Narben aus den Kämpfen mit Dir hervorgehen. Aber auch wenn Du es versucht hast, meinen Verstand hast Du nicht vernichtet.

Und ich habe mich mit letzter Kraft aus der Einzelzelle Deiner Liebe befreit.

Angeschlagen, verwundet. Und nur noch eine traurige Version der Person, die ich vor Dir war.

Aber ich werde mich zurück ins Licht kämpfen.

Zurück ins Leben, zurück zur Liebe und zurück in die Wärme. Während Du und Deine dunkle Kälte leiser werden.

Bis ich weit genug weg bin und Dich nicht mehr hören kann.

Krieger

Du wolltest euch niemals aufgeben.

Denn du bist ein Kämpfer, ein Krieger. Und jeder, der dich kennt, weiß, wie hart du gekämpft hast. Du bist bis ans Ende der Welt für euch und weiter und hast weiter alles gegeben, auch dann, als dir alle geraten haben zu gehen.

Denn du hast bis zum Schluss an euch geglaubt.

Und du hast geliebt mit ganzem Herzen.

Mit all deiner Kraft und mit allem, was du hast. Hast dich dabei fast selbst geopfert. Und du hättest dich gerne geopfert, für ein Minimum an Anerkennung – nur einen Funken mehr Liebe – und für nur ein kleines bisschen mehr Respekt.

Aber da war nichts, und irgendwann muss ein Mann auch ein Mann sein.

Und sich dem schwierigsten Kampf stellen, den es gibt.

Gegen sich selbst.

Gegen Gefühle und Pflichtbewusstsein.

Gegen deine Liebe.

Und gegen euch.

Und das hast du. Und du hast gewonnen, obwohl es sich gerade nicht wie ein Sieg anfühlt.

Und nun magst du verwundet sein, aber du bist am Leben. Du bist älter. Du bist weiser. Du bist erfahrener. Und sei dankbar. Denn trotz aller Schmerzen bist du wieder du selbst.

Und dein Schmerz wird die Kraft deiner Zukunft sein.

Kriegerin

Du hast dich verloren, vielleicht sogar vergessen.

Und das war der Grund, warum es für dich keine Wahl gab. Du hast zu viel geliebt, wenn man das überhaupt kann. Du warst zu viel für jemand anderen da.

Zu viel verziehen.
Zu viel ertragen.
Zu viel ignoriert.

Und jetzt, wo du es endlich geschafft hast, dich zu trennen, erkennst du dich kaum wieder.

Und schämst dich sogar.

Du. Gerade Du.

Wie verfickt noch mal, warum du das alles so lange mitgemacht hast.Da ist dieser dumpfe Schmerz in deinem Bauch.

Nicht wirklich stark, aber dafür permanent.

Ich kenne deinen Schmerz.

Denn es tut verdammt weh, sich selbst darin zu verlieren, jemand anderen zuviel zu lieben.Und dabei zu vergessen, dass man selbst auch besonders ist.

Aber umso schöner, dass du wieder da bist.

Willkommen zurück, du tapfere Kriegerin.

Du bist ein wertvoller Mensch, ein besonderer Mensch. Sei stolz auf dich. Ich bin es ganz sicher.Und der Schmerz wird vergehen und das dumpfe Gefühl verschwinden.

Das verspreche ich dir.

Zurück
Zurück

Beziehung

Weiter
Weiter

Motivation & Leben